Donnerstag, März 25, 2010

Danielas Weg zur Rohkost

Mein Weg zur Rohkost


Mein Start ins Leben war nicht der allerbeste. Ich wurde geboren und meine Nabelschnur hatte sich um meinen Hals gewickelt so dass die Ärzte mich damals sofort in eine Kinderklinik verlegten – getrennt von meiner Mutter, wochenlang, eigentlich mehr zur Kontrolle wegen eventuellen Spätschäden durch Sauerstoffmangel. Ich hatte aber Glück und es blieben keine Folgeschäden zurück, nur wurde ich leider nicht gestillt, wie so viele Babies (damals war das Stillen nicht mehr „in“, was sich heute aber wieder geändert hat)!






Aufgewachsen bin ich dann in einer ganz „normalen“ Familie mit gekochter, gutbürgerlicher Ernährung. Viele Kinderkrankheiten machte ich durch und die Vorsorge-Impfungen für Kleinkinder musste ich auch über mich ergehen lassen, meine Eltern wussten es aber damals nicht besser. Zum Glück blieb mir eine wirklich schwere Erkrankung erspart.

Trotzdem war ich irgendwie immer auf der Suche nach der Wahrheit, Gesundheit und die Natur war mein Vorbild. Mit 13 Jahren wurde ich dann hauptsächlich aus ethischen Gründen zur Vegetarierin, damals noch mit viel Vollkornprodukten und Müsli.

Durch meine Neugier wurde ich auf die Rohkost aufmerksam als ich 18 Jahre alt war, und zwar durch das Buch von Helmut Wandmaker „Willst du gesund sein? Vergiss den Kochtopf“. Es öffnete mir die Augen und ich begann sofort danach zu leben. Mit der Zeit merkte ich, dass ich viel Gewicht verlor, meine Haut sehr schön wurde, aber leider auch mein Zahnschmelz sehr gelitten hat unter zu vielen Früchten. Da ich durch die Mitarbeit bei Wurzel-Kongressen in Nürnberg ständig im Austausch mit anderen Rohköstlern war und viele gute Infos bekam, stellte ich meine Ernährung langsam um auf hauptsächlich Green Smoothies mit Früchten morgens, Gemüse, Salate, Wildkräuter, Keimlinge, Nüsse, Samen und Früchte noch mäßig, allerdings nur säurearme Früchte. Im Winter lasse ich Früchte fast ganz weg. So sieht meine Ernährung bis heute aus, wobei ich mit Dirk so oft es geht auch Säfte mit Wildkräutern trinke.

2006 wurde meine Tochter Chiara geboren, ich war damals alleinerziehend und habe 2 Jahre lang in einer Rohkost-WG gewohnt mit einem guten Freund. So hat Chiara bis zum 2. Lebensjahr nur Rohkost gegessen (Äpfel, Bananen, Beeren, vorgekaute Nüsse, Linsenkeimlinge, Gemüse und zarte Wildkräuter), wir hatten sogar einen großen eigenen Permakultur-Garten. Gestillt habe ich sie insgesamt 3 Jahre und das Abstillen funktionierte am besten langsam, am Schluss stillte ich nur noch zum Einschlafen. Geimpft wurde mein Kind zu keiner Zeit und ich freue mich, dass die Kinderärzte bei Chiara mich nie unter Druck setzten. Im Moment wohne ich wieder in der Nähe meiner Eltern und durch deren Einfluss isst Chiara leider auch wieder Kochkost, allerdings biologisch und vegan soweit es geht. Bei mir gibt es hauptsächlich Rohkost für sie.
Als ich noch nicht Mutter war, habe ich jeden Tag Sport gemacht, allerdings nicht im Verein, sondern ich bin regelmäßig gejoggt, war viel mit dem Rad unterwegs, bin Inliner gefahren und im Sommer war immer Schwimmen angesagt. Abends habe ich Yoga-Übungen praktiziert, die ich 2002 bei David Wolfe in den USA gelernt habe, als ich 3 Wochen mit ihm und Freunden gereist bin und 1 Woche bei Nature’s First Law im Lager arbeitete. Es war eine sehr schöne Zeit und die Menschen waren alle sehr hilfsbereit und gastfreundlich! Auch dort und mit diesen Menschen habe ich neue Eindrücke bekommen und Neues dazugelernt was rohe Ernährung betrifft, auch dass viele amerikanische Rohköstler auf Nahrungsergänzungsmittel und „Superfoods“ schwören!

Ich esse heute fast zu 100 % vegane Rohkost, wobei die seltenen Ausnahmen nur vegan erhitzte Nahrung darstellen. Motiviert bin ich aber immer, und zu zweit macht es ja viel mehr Spaß!

Was meine spirituelle Entwicklung betrifft, hat mich die vegane Rohkosternährung viel näher zu Gott unserem Schöpfer geführt und ich fühle mich mit der Natur mehr und inniger verbunden. Trotzdem habe ich mich oft im Leben gefragt, ob es vielleicht auch ohne perfekte Gesundheit lebenswert wäre? Ist die Ernährung wirklich so wichtig in unserem Leben?

Sehr gut finde ich ein Zitat, das ich einmal gelesen habe:
„Ernährung ist nicht das Höchste, aber es ist der Boden, auf dem das Höchste gedeihen oder verderben kann.“

Dennoch bin ich der Ansicht, dass die gesunde Ernährung nicht überbetont werden sollte sondern „selbstverständlich“ sein sollte.

Wenn wir uns an der Natur, an der Musik o. ä. wirklich freuen können, wenn wir die Unwiederholbarkeit jedes Moments erleben und genießen können, dann ist die Frage, ob man jetzt krank ist oder nicht, vielleicht zweitrangig.

Wichtig ist, dass wir mit geliebten Menschen zusammen leben und Sinn in diesem Leben erkennen, dass wir uns geborgen in Gott fühlen können, als seine Geschöpfe einen Lebensweg gehen den wir vor ihm verantworten können. Und genau in solch einen Lebensweg passt die vegane Rohkosternährung perfekt, da sie uns das Leben erleichtert und schon in der Bibel von Gott vorgegeben wurde, siehe Genesis 1,29-30:

Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.


Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.
Alles Liebe Eure

1 Kommentar:

Sandra hat gesagt…

Hi Daniela,
bei facebook bin ich ja nicht mehr wie du weißt, ich schau aber gern bei dir und Durians Blog's desöfteren mal vorbei, weil es immer viel Neues bei euch zu entdecken gibt*zwinker*.
Liebe Grüße
Sandra