Donnerstag, März 25, 2010

Danielas Weg zur Rohkost

Mein Weg zur Rohkost


Mein Start ins Leben war nicht der allerbeste. Ich wurde geboren und meine Nabelschnur hatte sich um meinen Hals gewickelt so dass die Ärzte mich damals sofort in eine Kinderklinik verlegten – getrennt von meiner Mutter, wochenlang, eigentlich mehr zur Kontrolle wegen eventuellen Spätschäden durch Sauerstoffmangel. Ich hatte aber Glück und es blieben keine Folgeschäden zurück, nur wurde ich leider nicht gestillt, wie so viele Babies (damals war das Stillen nicht mehr „in“, was sich heute aber wieder geändert hat)!






Aufgewachsen bin ich dann in einer ganz „normalen“ Familie mit gekochter, gutbürgerlicher Ernährung. Viele Kinderkrankheiten machte ich durch und die Vorsorge-Impfungen für Kleinkinder musste ich auch über mich ergehen lassen, meine Eltern wussten es aber damals nicht besser. Zum Glück blieb mir eine wirklich schwere Erkrankung erspart.

Trotzdem war ich irgendwie immer auf der Suche nach der Wahrheit, Gesundheit und die Natur war mein Vorbild. Mit 13 Jahren wurde ich dann hauptsächlich aus ethischen Gründen zur Vegetarierin, damals noch mit viel Vollkornprodukten und Müsli.

Durch meine Neugier wurde ich auf die Rohkost aufmerksam als ich 18 Jahre alt war, und zwar durch das Buch von Helmut Wandmaker „Willst du gesund sein? Vergiss den Kochtopf“. Es öffnete mir die Augen und ich begann sofort danach zu leben. Mit der Zeit merkte ich, dass ich viel Gewicht verlor, meine Haut sehr schön wurde, aber leider auch mein Zahnschmelz sehr gelitten hat unter zu vielen Früchten. Da ich durch die Mitarbeit bei Wurzel-Kongressen in Nürnberg ständig im Austausch mit anderen Rohköstlern war und viele gute Infos bekam, stellte ich meine Ernährung langsam um auf hauptsächlich Green Smoothies mit Früchten morgens, Gemüse, Salate, Wildkräuter, Keimlinge, Nüsse, Samen und Früchte noch mäßig, allerdings nur säurearme Früchte. Im Winter lasse ich Früchte fast ganz weg. So sieht meine Ernährung bis heute aus, wobei ich mit Dirk so oft es geht auch Säfte mit Wildkräutern trinke.

2006 wurde meine Tochter Chiara geboren, ich war damals alleinerziehend und habe 2 Jahre lang in einer Rohkost-WG gewohnt mit einem guten Freund. So hat Chiara bis zum 2. Lebensjahr nur Rohkost gegessen (Äpfel, Bananen, Beeren, vorgekaute Nüsse, Linsenkeimlinge, Gemüse und zarte Wildkräuter), wir hatten sogar einen großen eigenen Permakultur-Garten. Gestillt habe ich sie insgesamt 3 Jahre und das Abstillen funktionierte am besten langsam, am Schluss stillte ich nur noch zum Einschlafen. Geimpft wurde mein Kind zu keiner Zeit und ich freue mich, dass die Kinderärzte bei Chiara mich nie unter Druck setzten. Im Moment wohne ich wieder in der Nähe meiner Eltern und durch deren Einfluss isst Chiara leider auch wieder Kochkost, allerdings biologisch und vegan soweit es geht. Bei mir gibt es hauptsächlich Rohkost für sie.
Als ich noch nicht Mutter war, habe ich jeden Tag Sport gemacht, allerdings nicht im Verein, sondern ich bin regelmäßig gejoggt, war viel mit dem Rad unterwegs, bin Inliner gefahren und im Sommer war immer Schwimmen angesagt. Abends habe ich Yoga-Übungen praktiziert, die ich 2002 bei David Wolfe in den USA gelernt habe, als ich 3 Wochen mit ihm und Freunden gereist bin und 1 Woche bei Nature’s First Law im Lager arbeitete. Es war eine sehr schöne Zeit und die Menschen waren alle sehr hilfsbereit und gastfreundlich! Auch dort und mit diesen Menschen habe ich neue Eindrücke bekommen und Neues dazugelernt was rohe Ernährung betrifft, auch dass viele amerikanische Rohköstler auf Nahrungsergänzungsmittel und „Superfoods“ schwören!

Ich esse heute fast zu 100 % vegane Rohkost, wobei die seltenen Ausnahmen nur vegan erhitzte Nahrung darstellen. Motiviert bin ich aber immer, und zu zweit macht es ja viel mehr Spaß!

Was meine spirituelle Entwicklung betrifft, hat mich die vegane Rohkosternährung viel näher zu Gott unserem Schöpfer geführt und ich fühle mich mit der Natur mehr und inniger verbunden. Trotzdem habe ich mich oft im Leben gefragt, ob es vielleicht auch ohne perfekte Gesundheit lebenswert wäre? Ist die Ernährung wirklich so wichtig in unserem Leben?

Sehr gut finde ich ein Zitat, das ich einmal gelesen habe:
„Ernährung ist nicht das Höchste, aber es ist der Boden, auf dem das Höchste gedeihen oder verderben kann.“

Dennoch bin ich der Ansicht, dass die gesunde Ernährung nicht überbetont werden sollte sondern „selbstverständlich“ sein sollte.

Wenn wir uns an der Natur, an der Musik o. ä. wirklich freuen können, wenn wir die Unwiederholbarkeit jedes Moments erleben und genießen können, dann ist die Frage, ob man jetzt krank ist oder nicht, vielleicht zweitrangig.

Wichtig ist, dass wir mit geliebten Menschen zusammen leben und Sinn in diesem Leben erkennen, dass wir uns geborgen in Gott fühlen können, als seine Geschöpfe einen Lebensweg gehen den wir vor ihm verantworten können. Und genau in solch einen Lebensweg passt die vegane Rohkosternährung perfekt, da sie uns das Leben erleichtert und schon in der Bibel von Gott vorgegeben wurde, siehe Genesis 1,29-30:

Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.


Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es.
Alles Liebe Eure

Sonntag, September 07, 2008

Bericht in Daheim Magazin


DURIAN, 45
LEBT SEIT 17 JAHREN
VON ROHKOST


Aufgezeichnet von CHRISTOPH GURK

Ich weiß nicht, was mich am Bodybuilding so fasziniert hat. Schon mit sechs Jahren
habe ich heimlich den Bodybuildern beim Training zugesehen. Mein Vater machte sich
über sie lustig, ich aber war begeistert. Mit 14 fi ng ich mit Gewichtheben an, heimlich,
in einer alten Turnhalle. Vor Muskelschmerzen konnte ich kaum gehen, aber ich bekam
Respekt. Ein Jahr später landete ich beim Bodybuilding. Damals kam es mir wie Kunst
vor, den Körper so zu modellieren, wie man es sich wünscht. Innerhalb von einem Jahr
nahm ich 20 Kilo Muskelmasse zu. Ich dachte nur an Erfolg, dicke Muskeln und aß
Unmengen Fleisch.

Mit 17 nahm ich das erste Mal Anabolika. Durch die Steroide wurde
ich krank und brach in einer Disco zusammen. Auf der Intensivstation hatte ich einen
Blutdruck von 220, mein Herz war vergrößert, die Nieren waren entzündet und die Leber
stand vor dem Kollaps. Der Arzt sagte, wenn ich weiter so mache, werde ich keine 30
Jahre alt. Ich brach mein Training ab - trotzdem kamen Jahre später die Lebertumore,
Spätfolgen der Anabolika. Das war ein Schock, eine Chemotherapie wollte ich aber
unter keinen Umständen. Ich war Vegetarier und hatte Bücher über Ernährung
gelesen. Ich begann zu fasten und stellte meine Ernährung auf Rohkost um,
aß nur noch Gräser und Blätter und warf mich auf Wiesen, um Gras zu fressen wie ein
Rindvieh. Oft erbrach ich mich. Nach einiger Zeit nahm ich auch Früchte zu mir und
machte Wanderungen.

Ein halbes Jahr später ging ich zum Arzt. Die Tumore waren
verschwunden.

Heute lebe ich seit über 17 Jahren konsequent nur von Rohkost. Fremde reagieren oft
heftig auf meine Form der Ernährung, jahrelang wurde ich Grassfresser genannt. Meine
Freunde und Verwandten akzeptieren meine Ernährung, betonen aber immer gerne, wie
wichtig Fleisch sei und dass man doch nicht so extrem sein müsse.

Die Deutschen mögen oft kleinkariert sein, aber je weiter südlich man kommt, desto
freier, freundlicher und weniger dogmatisch werden sie. Ich bin ein Exot und hier in
Bayern ganz gut aufgehoben. An Deutschland stören mich die Politik und die versteckte
Diktatur, die auf Menschen ausgeübt wird, die keinen festen Arbeitsplatz haben. Trotzdem
gefällt es mir hier einigermaßen, vor allem die soziale Sicherheit - und natürlich das
satte Grün.

www.daheim-magazin.de

Mittwoch, Juli 30, 2008

Natürlich Leben mit Kindern


Von Sonja Watt

Habt ihr euch schonmal gefragt, wie zieht man eigentlich Kinder natürlich und positiv groß?? Wie können wir das so gut wie möglich in unserer Welt vollbringen?? Wie sollen wir unsere Babies auf feste Nahrung umstellen? Windellose Babies?? Gibt’s das??

Genau diese Fragen gingen mir durch den Kopf, als ich vor ca. 7 Jahren anfing, meinen Instikten zu folgen, die so sehr gegen die Allgemeinheit gingen. Ja, das Gefühl war da...aber wie konnte ich es anderen erklären?? Denn das Gefühl...das wird von vielen nicht für voll genommen. Und so recherchierte ich, studierte und stöberte...klärte meine Gefühle und Gedanken und teile nun meine Erfahrungen mit euch.

Wie fing es an?

Es fing an mit dem Weg zur Rohkost...aber dazu komme ich später. Als ich schwanger wurde,

wurde auch gleichzeitig etwas anderes in mir wach – der Mutterinstinkt!

Ich wusste, ich wollte mein Kind zu Hause auf diese Welt bringen. Wie ich das meinem Mann erklärte, ist eine andere Sache...und ich war froh, dass mir meine Hebamme zu Hilfe kam.

Mütter bekommen – wie wilde Tiere – ihre Kinder am Besten zu Hause auf die Welt...in Geborgenheit, Vertrautheit und Schutz. Am Wenigsten konnte ich mir das Krankenhaus vorstellen – war ich doch nicht krank!!! Ich würde nur ein Kind bekommen...eins der wundervollsten Erlebnisse genießen, die wir erfahren dürfen...und es sollte durch nichts auf der Welt zerstört werden von irgendwelchen Leuten, die meinen Körper besser zu kennen scheinen...oder durch irgendwelche Art von Geräten.

Und ich bekam meine Kinder beide ohne irgendwelche Probleme zu Hause...konnte sie in meinen Armen halten, ohne, dass sie einer weggenommen hätte, um sie zu säubern (was sowieso erstmal nicht nötig war), zu wiegen oder für sonstige Unnötigkeiten...einfach nur das Neugeborene und ich...eine wundervolle und wertvolle Zeit.

Ja, und dann??

Klar...stillen. Babies haben einen angeborenen Stilltrieb...d.h. kurz nach der Geburt machen sie sich auf die Suche nach der Zitze ;)...und finden sie auch...um dann selig anzudocken. Ja, diese hoch zu schätzende Milchquelle ist so unbeschreiblich wichtig.

Jahrelang dient sie als nichts zu ersetzende Nahrung, als Tröster, als Nähe zur Mama, als Seelenbeistand...und als Energieausgleich, den sie noch nicht vor 8 Jahren selbst auf die Reihe kriegen.

Milchzähne...haben ihren Namen deshalb...weil sie ausfallen, wenn die Kinder keine Muttermilch mehr brauchen. Das gibt eine Grundregel, bis zu welchem Alter Stillen normal ist!! Die durchschnittliche Stilldauer auf der Erde ist 4 Jahre! In vielen Ländern stillen sie ihre Kinder über 4 Jahre hinaus...und ich habe als langjährige Tandemstillmutter auch nur gute Erfahrungen damit. Da sind unsere oftmals noch nicht mal 6 Monate einfach zu kurz...ohne Frage.

Sie stillen sich selbst ab, wenn sie soweit sind! Lasst ihnen diese Sicherheit..und es gibt kein Daumenlutschen, etc., denn dies ist nur Ersatzhandlung und nicht nötig, wenn sie die echte mütterliche Quelle nach Bedarf erhalten dürfen.

Aber was füttern, wenn sie Interesse bekommen?

Ja, achtet auf das Interesse. Meine beiden zeigten es ganz deutlich. Wollten sie auch noch im ersten Lebensjahr oft an Sachen knabbern, die ich aß, hieß das noch lange nicht, dass sie es essen, sprich schlucken und verdauen wollten oder konnten. Nein, bis 18 Monate bildet der kindliche Körper gar keine Enzyme, die komplexe Eiweisse, etc. aufspalten könnten. Vollstillen bis 18 Monate ist also auch ok und völlig normal.

Ich habe sie immer probieren lassen...knabbern hilft auch beim Zahnen. Als es dann doch endlich los ging...beide erst nach einem Jahr – als Hauptnahrungsquelle aber immer noch die Mumi – ja...dann gab es keine Flaschennahrung, Dosen- und Tütengerichte, Gläschen oder sonstiges...sondern....

Mit was fange ich an zu füttern?

...lasst sie selbst aussuchen...von der besten Nahrung der Erde: Rohkost!! Ja, so haben wir angefangen und sind immer noch glücklich dabei! Wie? Ganz einfach und super schnell geht es auch noch: Einfach weiche Früchte bereitstellen...wie z.B. Melone, weiche Birne, Tomate, Avocado, Pfirsich, Mango, Banane, Papaya, Durian...welche das beste Wasser liefern, das es gibt...Fruchtsaft ;)...und viiiele wichtige Mineralien und Vitamine enthält (mit denen der Körper auch was anfangen kann, da im Naturzustand – im Gegensatz zu den synthetischen Vitaminpräparaten!!). Kokosnüsse...die jungen Trinkkokosnüsse, deren Wasser dem der Muttermilch am Nächsten kommt!! Ihr könnt sie in einem Asialaden bekommen. Aber auch Mandelmilch (Mandeln, Datteln oder Bananen und Wasser) ist wertvoll.

Lasst sie draußen im Garten spielen und die Welt erkunden, wobei sie auch Erde essen ;)...was gut ist für die Darmflora und wichtige Bakterien liefert..ganz wichtig und umsonst!

Warum das nicht bekannt ist? Klar. Weil die Firmen sonst ihre ganzen Produkte nicht mehr verkaufen könnten! Flaschennahrung ist Gift in Tüten...der kindliche (sowie alle anderen) Körper können diese Mischung nicht verdauen! Sie ist einfach nicht gemacht für Lebewesen! Überlegt mal selbst...sind wir wirklich hier auf der Erde, um Chemienahrung zu essen? Doch, doch...richtig gelesen: Chemienahrung...Nahrung, die in Chemielaboren entsteht! Bitte gebt sie nicht euren Kindern. Dadurch entstehen u.a. alle möglichen Krankheiten...von Allergien bis Diabetes, etc... Bitte macht euch selbst schlau und nehmt euer Leben und das eures Kindes in die Hand!! Denkt selbst und lasst euch nicht alles aufquatschen...nur, damit sie ihre „Nahrung“ losbekommen....und gleichzeitig den Ärzten auch einen Verdienst sichern.

Noch etwas...

Wie z.B. das Impfen! Es gibt genug Infos im Internet heutzutage, um sich auch auf diesem wichtigen Gebiet kundig zu machen. Bitte nutzt das!! Oft sind geimpfte Kinder ansteckender und „gefährlicher“ ...vor allem gefährdeter als Nicht-Geimpfte!! Schwere Krankheiten nach Impfungen sind keine Seltenheit – und nicht immer reparabel!! Unser Körper ist mit allem ausgestattet, was wir zum Leben brauchen! Glaubt an die Natur...sie ist die einzige perfekt funktionierte Einheit....nicht die Chemielabore!! Denen geht es nur ums Geld!! Bitte lest nach und entscheidet selbst über das Leben und Gesundheit eurer Kinder – und euch selbst!!

Wie sollten wir sonst unsere Babies/Kinder behandeln, damit sie glücklich heranwachsen??

Vor allem eins ist wichtig...sie wollen Nähe zu euch spüren...Tag und Nacht! Körpernähe...nicht die eines Plüschtieres, etc.

Sie wollen getragen werden...das regt ihre Sinne an...und sie beobachten gerne, was so im Leben abläuft...von eurem Arm aus...oder im Tragetuch...oder von der Rückentrage aus. Es gibt so wunderbare Hilfen – auch bei uns -, die immer öfter zu sehen sind. Ja, auch ich habe meine beiden getragen...täglich...oft den ganzen Tag. Sie genossen es und sind früh gekrabbelt und gelaufen (beide mit 10 Monaten).

Durch eure Bewegungen werden die Muskeln der Kinder ganz nebenbei trainiert. Und das wichtigste...sie sind dabei und spüren euch...können ihre Energie mit eurer ausgleichen und sind zufrieden...sogar gestillt habe ich dabei...und keiner hat’s gemerkt ;)...selbst in Läden, etc. Praktischer geht’s nicht mehr.

Hüftprobleme – nein danke!

Kennt ihr diese Spreitzhosen, die man euch oder besser eurem Kind andrehen will??? Das drehte in mir alles rum, als ich die das erste Mal sah...welch Folterinstrumente!! Ja, eins meiner Kinder sollte auch eine tragen...sie protestierte stark...was ich guuuut verstehen kann...und das Ding blieb ab! Weiterhin habe ich sie getragen...im Spreitzsitz im Tragetuch...und siehe da...ihre starke Hüftgelenksdysplasie war nach 6 Wochen genauso verschwunden!!

Überlegt gut, ob ihr das euren Kindern antun wollt...und gleichzeitig riskiert, dass die Wirbelsäule unter dem Druck leidet..und die motorischen Fähigkeiten...somit auch die geistigen...und was noch alles damit zusammenhängt. Ärzte sind nicht immer so hilfreich wie viele es glauben!!! Was nicht heissen soll, dass alle Ärzte Mist sind. In Notsituationen haben sie sicherlich ihre Berechtigung und leisten gute Dienste. Aber solange eure Kinder sich gut entwickeln und munter und fidel sind...braucht ihr sie sicherlich nicht. Oft verursachen sie nur mehr Sorgen als Hilfe!

Ja, und wo schlafen sie?

Natürlich bei uns!! In einem groooßen Bett (Kinderbett auf gleicher Höhe danebengestellt) schlafen wir zu viert...und es klappt prima. Kinder wollen Tag und Nacht die Sicherheit der Eltern spüren...und Zugriff haben auf ihre geliebte Milchquelle...egal wann.

Das geht prima. Mütter sind im Unterbewusstsein sehr gut auf ihre Kinder eingestellt. Höre ich im Schlaf auch sonst nichts...wenn meine beiden nur ein leises Geräusch machen, bin ich wach...es passiert also nichts! Das Familienbett ist sicher und gemütlich. Wir lieben das stundenlange Kuscheln...

Mir ging es so als Kind...am Liebsten hätte ich bei meinen Eltern geschlafen...aber ich durfte nicht...und so wurde das sonntägliche Kuscheln etwas ganz Besonderes... Wie schön ist es, meinen Kindern dieses Gefühl immer geben zu können...und sie tauschen es gegen nichts auf der Welt ein..bis sie von sich aus soweit sind...und entscheiden, dass sie ihr eigenes Reich wollen.

Kindstot ist oft durchs Alleinschlafen geschehen...weil keine Mama da war, die im Schlaf fühlen konnte, dass da was nicht stimmt!

Noch was Gutes am Familienbett – windellose Babies

Man merkt sofort, wenn es nass wird ;). Wer windellose Babies noch nicht kennt, lernt sie jetzt kennen! Ja, Windeln sind unnatürlich...das ist klar. Tragen sie sie, bekommen sie oft Probleme...Entzündungen, wunden Po, etc...tragen sie sie nicht, haben wir oft Probleme... ;). Das muss nicht sein!

Meine Tochter hat seit der Geburt ihr großes Geschäft ins Klo gesetzt...nie in Windeln, Hosen, Bett, etc. gemacht. Durchgeführt und getestet also das Verfahren...und als gut befunden. Denn Babies geben von ihren ersten Lebensmomenten an Zeichen und Signale, wenn sie müssen...sie wollen auch nicht in die Hosen machen...meistens gewöhnen sie sich nur daran...was schade ist, denn oft haben wir dann wieder das Missverständnis auszubügeln, wenn sie als zwei- oder dreijährige immer noch in die Hosen machen.

Wenn ihr lernt, diese Signale (Unruhe, Anspannen der Muskeln, Zeiten wie nach/beim Trinken, nach dem Schlafen, etc..) zu erkennen, dann könnt ihr sie rechtzeitig abhalten, ihnen ein Zeichen dazu geben (wie selbst Bauchmuskeln anspannen oder „pssss“ o.ä. dazu sagen) und los geht’s . Ja, die Schließmuskel funktionieren schon im Mutterleib...und nein, dadurch entstehen keine psychologischen Probleme, etc. Im Gegenteil, dadurch, dass ihr die Signale eurer Kinder wahrnehmt (sie also für voll nehmt) und sie sich angenommen fühlen, werdet ihr eure Verbindung zu ihnen noch weiter vertiefen! Auch diese Kommunikation wird oft intuitiv...d.h. ihr habt es dann im Gefühl, wenn sie mal müssen...und so ist es dann auch! Und nachts? Da wird ein Töpfchen bereit gestellt...und


Aufwachen in der Nacht?...ganz normal!

Normalerweise – also ausserhalb von der verdrehten westlichen Zivilisation - wird es als ganz normal angesehen, dass Menschen mehrmals in der Nacht wach werden. Wissenschaftlich gesehen ist es auch bewiesen, dass wir bis zu 29 Mal wach werden...ohne, dass wir uns daran erinnern...unterbewusst sozusagen. Und als langjährige Tandemstillmutter mit damals auch noch windellosen Babies kann ich versichern, dass ich keine Schlafprobleme hatte...denn daran gewöhnt man sich genauso wie an den Satz „aber ich brauche ununterbrochenen Schlaf“ ;). Wenn die Kinder im gleichen Bett schlafen, dann merkt man sofort, wenn sie mal müssen oder trinken wollen...dreht sich um...hilft..und schwupps...weiterschlafen...fertig.

Kinder bringen alles mit, was sie brauchen!

Glaubt an das intuitive Wissen eurer Kinder...sie sind perfekt und vollkommen hier auf die Welt gekommen..und können uns viel lehren! Lasst sie selbst über ihr Leben entscheiden...und ihr werdet fasziniert feststellen...sie haben alle Mittel dazu und geben genaue Zeichen..von Geburt an!! Schreien hat einen Sinn...es heisst: Mama, mir fehlt was...ich habe Hunger, Durst, brauche Nähe, „muss“ mal, etc.! Wenn ihre Bedürfnisse erfüllt sind gibt es kein Geschrei!!

Hihi..heute wird euer Leben auf den Kopf gestellt..und ihr werdet nun tagelang Zeit haben, alles nachzulesen... ;).

Weitere Infos zu genannten Themen sowie Kontaktinfos findet ihr auf meinen Webseiten: www.gluecklichleben.wordpress.com und www.naturetribe.blogspot.com

Ich habe auch eine Liste zusammen gestellt, die weitere Infos, Links, Büchertipps, etc. enthält. Wer sie haben möchte, bitte melden!!

Sonja Watt ist erfahrene Seminarleiterin und Organisatorin von Rohkostcamps, bietet Familienaufenthalte an zur Umstellung auf Rohkost und positivem Kinderverständnis. Sie ist Mutter von zwei gesunden Kindern und praktiziert seit vielen Jahren die 100%ige Rohkost.

Donnerstag, Mai 29, 2008

Die Neue Wurzel Mai- August
























Neue Wurzelausgabe Mai- August

Sie hat 10000 Leser mitlerweile.

Inhalt

1. Die Rohkostfamilie - Interview mit Sergei Boutenko

Wurzel............................................................................................................. 6

2. Ayurvedisches Heilfasten

Michael Delias……...…........…………………………………………………………............... 17

3. Fei Lun – das fliegende Rad

das älteste Währungssystem der Welt............................................................... 27

4. Die Alchimie der Zahngesundheit

Michael Delias................................................................................................... 33

5. 17. Wurzelkongress – Nürnberg-Berlin

Anmeldeformular…………………………………....................................................... 39

6. Muskelaufbau mit Rohkost

Dirk Riske alias Durian...................................................................................... 52

7. Impressum………………………………………………………………………....... 59

8. Wurzel-Katalog

Bücher, Kassetten und Rohkostspezialitäten................................................... 60

9. Veranstaltungskalender…………………………………………......... 77

10. Sprechstunde………………………………………………………………....... 78

11. Anzeigen – Formular…………………………………....................... 81

Natürlich könnt Ihr die neuste WURZELZEITSCHRIFT, bei mir wieder erwerben oder bei www.die-wurzel.de für 7,90€ inkl. Versand

Donnerstag, Mai 22, 2008

Muskelaufbau mit Rohkost




Muskelaufbau mit Rohkost

Dirk Riske alias Durian





Liebe Wurzel-Leser,

die meisten von Ihnen müssten mich ja noch von der Wurzelausgabe 01/2007 kennen, in der ich mich ausführlich in Bezug zur Rohkost vorgestellt habe. Heute möchte ich tiefer auf das Thema Muskelaufbau mit Rohkost eingehen.

Wie viele Leser bereits wissen, treibe ich seit vielen Jahren Sport, insbesondere Fitnesstraining. Doch wie mein wöchentlicher Fitnessplan (in welchem Verhältnis aerobische Übungen, Stretchings und Kontraktionsübungen stehen) in der Regel ausschaut, werde ich dem Leser jetzt verraten.
Ich habe eigentlich keinen bestimmten Fitnessplan. Ich trainiere instinktiv. Das heißt, dass ich meistens dann trainiere, wenn ich mich körperlich erholt habe und motiviert bin. Soweit ändere ich dann auch das Training selbst ab. Habe ich heute die Motivation zu laufen, dann laufe ich, statt mich mit Stretching ab zu mühen. Ein- bis zweimal in der Woche komme ich zum Hanteltraining, was mit Kontraktionsübungen verbunden ist. Ich müsste aber unbedingt Yoga oder Dehnübungen machen, die kommen zu kurz.

Ich werde oft gefragt, mit welcher Kombination an Übungen und Nahrungsmitteln ich die größten Erfolge in Bezug zum Muskelaufbau erziele. Doch es gibt keine bestimmte Kombination an Übungen in Verbindung mit bestimmten Nahrungsmitteln, sondern die Nahrungsmittel und egal welche Muskel aufbauende Übung bewirkt im Zusammenhang mit der richtigen und nötigen Ruhe das Muskelwachstum.
Die Nahrung sollte nicht nur Aminosäure reich sein, sondern auch Lebensmittel enthalten, die unsere Aufnahme für Eiweiß fördert, z. B. mein „Durian´s Powerdrink“. Dieser besteht aus frisch gepressten Gräsern und Karotten. Hinzu kommen die Eiweiß reichen Algen (Spirulina und Afa-Alge). Dieses Getränk alleine schon hat so viele Enzyme, dass die Eiweißaufnahme gesichert ist. Insbesondere deswegen, weil der Saft ohne große Verdauungsanstrengung über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann.
Man könnte nun die Eiweißaufnahme noch steigern, z.B. durch die Zufuhr von dem Eiweiß aufspaltenden Enzym Bromelain. Oder man nimmt eine viertel Stunde vor eiweißreicher Nahrung eine halbe Zitrone oder 20 Papayakerne, gut gekaut, zu sich.
Wichtig sind auch bestimmte Urfrüchte wie Jackfrucht und auch die Durian. Diese sollten einmal die Woche auf dem Speiseplan stehen.

Fette sind auch sehr wichtig!
Wenn man Kokosnüsse und deren Fett in seinen Essgewohnheiten integriert, so wird man bald eine Leistungssteigerung feststellen. Diese Fette fördern die Eiweißaufnahme und die Aufnahme von Mineralien. Ich und viele Bodybuilder verwenden häufig dieses Fett oder verzehren Kokosnüsse, um an Muskelkraft und auch an Masse zu gewinnen.
Diese so genannten MCT Fette in der Kokosnuss enthalten mehr Energie, als Kohlehydrate und Eiweiße. Der Vorteil ist, dass diese Fette kaum gespeichert werden und sofort verbrannt werden, wenn sie benötigt werden. Beim gesteigerten Training z.B. stehen diese MCT Fette dann zur Verfügung, anstelle unsere Körperenergien anzupumpen. Das bedeutet, dass dieses Fett bei schwerem Training oder Wettkampf dafür sorgt, dass man nicht in eine katabole Situation kommt, in der Körpereiweiß abgebaut werden würde.
Andere Fette sind dafür weniger geeignet. Dieses MCT Fett verlässt den Magen auch relativ schnell. Kokosfett hat einen harmonisierenden Einfluss auf unseren Blutzuckerspiegel, was für alle Menschen, gerade beim Sport, von größter Bedeutung ist.

Wichtig! Transfette verhindern Muskelbildung und so kann Eiweißmangel entstehen. Kokosfett enthält keine Transfette.

Weiterhin ist darauf zu achten, nicht zuviel durcheinander zu essen. Obst sollte niemals mit Gemüse, Nüssen oder Wurzelgemüse, etc. gegessen werden. Wenn du Obst verzehrst, dann warte eine halbe Stunde, bis du etwas anderes als Obst verzehrst.
Wenn du etwas anderes verzehrst wie Wurzelgemüse, Nüsse, Fette, usw., dann musst du wenigstens drei Stunden warten, bist du wieder Obst verzehren kannst, sonst gibt es große Schwierigkeiten im Verdauungstrakt, es entstehen Fuselalkohole, die unsere Eiweißsynthese stark einschränken. Das würde bedeuten, dass wir nicht an Gewicht zunehmen und sogar abbauen.

Häufig sind in der Rohkostszene die falschen Kombinationen Schuld, dass ein Eiweißmangel entsteht. Denn diese Fuselalkohole greifen sehr stark in unseren Stoffwechsel ein, so dass die Enzyme im Bemühen, Proteine zu zerlegen, gestört werden.

Neueinsteiger:
Wenn ein Neueinsteiger an Muskeln zunehmen möchte, sollte dieser nicht mehr als dreimal die Woche ein kurzes Muskelaufbauprogramm absolvieren. Dass die meisten Rohköstler zu dünn sind und eine geringe Muskelsubstanz haben, liegt oft daran, dass sie sich sportlich zuwenig bis gar nicht betätigen oder sich andererseits übertrainieren.
Unter den Rohköstlern sind viele Jogger, die Stunden lang durch die Wälder laufen. Dabei verlieren sie viel Substanz, weil der Körper auf das Eiweiß in den Muskeln zurückgreift. Würden sie die richtige Auswahl an Lebensmittel zu sich nehmen, könnten sie das weitgehend vermeiden.





Der Anfänger kann also, wenn er Hanteln besitzt, mit folgendem Grundprogramm starten:
Wichtig ist, sich vor den Übungen wenigstens 10 min gut aufzuwärmen, entweder durch Gymnastik, Ergometer oder
Sit Ups.
1. für die Brust zwei Übungen:
- Bank-Drücken: drei Sätze á 12 Wiederholungen
- die Fliegende Bewegung* (Flieger): drei Sätze à 12 Wiederholungen
2. für die Schultern:
- Nackendrücken drei Sätze à 12 Wiederholungen (W)
- Seitenheben mit der Kurzhantel drei Sätze à 12 W
3. für den Rücken: Klimmzüge drei Sätze – je Satz, soviel wie man schafft
4. für die Bizeps: Langhantelcurl drei Sätze à 12 W
5. für den Trizeps: Trizepsdrücken mit der Langhantel drei Sätze à 12 W
6. für die Beine: Kniebeuge mit der Hantel drei Sätze á 12 W
7. für den Bauch: Sit Ups drei Sätze – je Satz, soviel wie man zustande bekommt

* Die "Fliegende Bewegung" oder auch "Flieger" genannt verleiht der Brust eine gute Form. Legen Sie sich auf die Flachbank und spreitzen Sie die Beine etwas, damit Sie Ihnen Balance geben. Die Kurzhanteln werden mit leicht angewinkelten Armen über die Brust gehalten und dann langsam herabgelassen, bis sie etwa Schulterniveau erreicht haben. Dann heben Sie die Hanteln wieder in Ausgangsstellung zurück.

Hier ein kleiner Film:




Fortgeschrittene:
Für diejenigen, die schon seit einiger Zeit trainieren, würde das Programm wie folgt aussehen:

Der Fortgeschrittene absolviert die gleichen Übungen wie der Anfänger. Bei den Bizeps- und Trizeps-Übungen kommt noch eine Übung mit der Kurzhantel dazu. Ansonsten sollte der Fortgeschrittene im letzten Satz pro Übung mit einem schweren Gewicht trainieren. Es sollten damit höchstens sechs bis acht Wiederholungen pro Satz ausgeübt werden.

Wenn wir einen Trainingspartner haben, kann uns dieser bei den Übungen helfen, wenn wir aus eigener Kraft keine Wiederholung mehr zustande bringen. So kann er ganz einfach unter die Hantel greifen und sie leicht anheben. Dadurch haben wir mindestens noch die Kraft, das Gewicht langsam und kontrolliert nach unten zu lassen.

Wichtig! Dieses „intensive Training bis zur Erschöpfung des Muskels“, sollte man nur einmal die Woche betreiben. Für Anfänger ist es nicht geeignet, weil zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen große Unterschiede bestehen. Diese sind dafür verantwortlich, dass der Anfänger überfordert sein kann. D.h. der Anfänger macht dann nicht mehr die nötigen Fortschritte im Muskelwachstum, weil er einige Reize, die mit einem geringeren Aufwand erzielt werden könnten, nicht ausschöpfen kann.
Wie Sie einen kontinuierlichen Reiz ausüben können, um den Muskel weiter zum Wachsen anzuregen, erfahren Sie innerhalb einer Aufstellung Ihres persönlichen Fitness-Plans bzw. innerhalb einer persönlichen Fitness- und Gesundheitsberatung.

Die Grenzen im Muskelaufbau mit Rohkost:
Die Grenzen mit Rohkost verschieben sich nach oben, du erholst dich schneller. Dennoch ist es von größter Wichtigkeit, Ruhe einzuhalten. Denn sonst bauen wir keine Muskelsubstanz auf. Auch wenn wir neben dem Krafttraining zuviel ausdauernde Übungen machen, wie joggen, kann bei falscher Lebensmittelwahl die Muskelsubstanz verloren gehen.

Die mentale Seite des Muskelaufbaus:
Die Motivation und der Gedanke ist sehr wichtig und beeinflusst das Training und somit den Muskel aufbauenden Effekt. Vor vielen Jahren unternahm ich mit einem Freund eine Tour für mehrere Tage durch die Wälder des Sauerlandes. Vor dieser Tour hatten wir wie gewöhnlich im Studio trainiert. Weil wir Angst hatten, auf dieser langen Tour Muskelsubstanz zu verlieren, trainierten wir während der Tour meditativ im Geiste. Während des Gehens stellten wir uns vor, wie wir am Trainieren waren, Muskel für Muskel und Übung für Übung. Dabei hatten wir wirklich ein warmes Gefühl in den Muskeln, ähnlich, als wenn man wirklich trainieren würde oder wie beim autogenen Training. Sie sehen, die mentale Ebene ist von großer Bedeutung, ohne sie geht wenig.
Reinhold Messner ist für mich eine herausragende Person die über extreme mentale Stärke verfügt und absolut körperlich fit ist. Tillmann Waldthaler ist ein Extremradfahrer, der wohl schon vielfach die Welt umradelt hat. Dies setzt wiederum mentale Stärke, aber auch körperliche Fitness voraus.

Die Rolle der Atmung bei Muskelaufbauübungen:
Richtige Atmung ist wichtig, sonst könnte man die Energien, die während der Übungen entstehen, nicht nutzen. D.h., in der positiven Bewegung (Anspannung) wird ausgeatmet, beim Senken, also in der negativen Wiederholung, wird eingeatmet. So atme ich auch. Außer ich komme in eine extreme Belastung und muss zwischen atmen, was bei langsamer Negativ-Wiederholung passieren kann.





Der Stellenwert von Stretching-Übungen innerhalb des Bodybuildings:
Stretching hatte ich als früherer Bodybuilder extrem vernachlässigt. Dadurch haben sich Verkürzungen der Muskelbänder ergeben. Die Folge ist, dass ich nicht so dehnbar bin.
Direkt nach dem Muskeltraining halte ich nicht so viel von Stretching-Übungen, weil ich persönlich der Ansicht bin, dass es den Muskel aus seinem Wachstumsreiz heraus holt. Direkt nach dem Training kontrahiere ich. Kontrahieren bedeutet, jeden Muskel nach den Übungen ohne Hanteln durch Posing anzuspannen. Der Muskel bekommt dadurch eine bessere Form und das Bewusstsein für den Muskel wächst. Verlangt man von einem Anfänger, er solle seinen Brustmuskel zucken lassen, wird er Schwierigkeiten haben, weil er sich dieses Muskels gar nicht bewusst ist. Mit der Muskelgröße hat das nichts zu tun.
Später kann man dann Gymnastik, Yoga oder die Fünf Tibeter machen.

Fitness-Training zum Stressabbau:
Der eine baut beim Training seinen Familien- oder Berufsstress ab, der andere verfällt in Lethargie.
Zu stark angespannte Muskeln, auf Grund von Ängsten bzw. Stress, bewirken eine Fehlhaltung des Menschen, die auf Dauer zu Schäden führen kann, daher sind Stretchings sehr wichtig.

Muskelkater:
Fast jeder Anfänger kennt den Muskelkater, den kann man am Anfang mindern, aber nicht ganz vermeiden. Allgemein helfen Dehnübungen und natürlich basenreiche Kost.
Ich kenne kaum eine Übersäuerung der Muskeln, das liegt wohl daran, dass die Rohkost dem entgegenwirkt. Insbesondere Wildkräuter, Grassäfte und basenhaltiges Gemüse tragen dazu bei, dass gar keine Übersäuerung entstehen kann.
Übersäuerte Muskeln bedeutet, schnell ins Übertraining zu kommen, denn die Milchsäure muss wieder abgebaut werden, bevor die Leistung wieder optimal ist.

Muskelmasse:
Bei der Erzeugung von Muskelmasse ist es wichtig, nicht zu viele Muskelübungen zu machen, nicht zu viele Sätze (Ein Satz ist ein geschlossener Übungsteil mit mehreren Wiederholungen, z. B. drei Sätze á 12 Wiederholungen) und auch nicht so viele Wiederholungen. Ein kurzes hartes Training ist dafür aus meiner Sicht am effektivsten. Mein Schlafverhalten bleibt in dieser Phase konstant, ich achte vielleicht unbewusst auf mehr Ruhe (z.B. sich in die Sonne legen). Und frische Luft ist sehr wichtig, so viel wie möglich im Freien aufhalten.
Wenn ich jetzt noch einmal für eine Meisterschaft trainieren würde, dann wäre es mein Bedürfnis, den Muskel bis zum Versagen zu trainieren, mindestens einmal in der Woche jeden Muskel.

Optimaler Trainingsort:
Ich trainiere in keinem Studio, sondern mit Hanteln im Garten oder Zuhause in der Wohnung. Deuser Bänder habe ich immer bei mir, damit kann ich zu jeder Zeit und überall trainieren.

Die Bedeutung der Sonne:
Sonne ist sehr wichtig für mich, ich suche sie immer bewusst auf, ich brauche sie wirklich. Im Altertum wurde den olympischen Wettstreitern geraten, in der Sonne zu trainieren, weil sich angeblich der Kraft- und Muskelzuwachs mehr als verdoppeln würde. Wenn man nach Kalifornien schaut, so sind dort die meisten Muskel aufbauenden Athleten. Und das zeigen sie dort am Strand auf beeindruckende Weise.

Muskelaufbautraining während des Lichtnahrungsprozess möglich?
Als ich den Lichtnahrungsprozess absolviert habe, hatte ich zum Teil Muskeln abgebaut, später stagnierte das Gewicht. Trainieren konnte ich in dieser Zeit schon, jedoch nicht sehr intensiv.

Muskelabbau und -aufbau:
Wenn ich keinen Sport treibe, bauen auch meine Muskeln ab. Nach vier Wochen Untätigkeit sehe ich das dann. Muskeln bauen sich ja auch deswegen auf, weil sich der Körper helfen möchte, der gegenwärtigen Situation (stärkere Muskelbeanspruchung) gewachsen zu sein.
Ich brauche kaum Training und schon wachsen die Muskeln wieder. Elke, meine Lebensgefährtin, ist darüber immer wieder erstaunt, wie schnell das bei mir geht.

Beratung:
In Zukunft möchte ich wieder mehr als Fitnesstrainer, speziell für Rohköstler, arbeiten. Im Augenblick arbeite ich als Personaltrainer, siehe
www.derwegzurrohkost.de. Das fing vor Jahren an, als ich mich über ebay als Trainer versteigerte. Wer also gerne ein paar Tage unterwiesen werden möchte oder auch eine Beratung haben möchte, kann sich gerne bei mir unter durians-frohkost-oase@gmx.com melden.
Ich freue mich sehr, am 17. Wurzelkongress als Fitness- und Ernährungsberater mitzuwirken. Dort können Sie während der Pausen und Vorträge Einzelberatungsgespräche mit mir führen. Sie bekommen nach Terminabsprache einen individuellen Fitness- und/oder Ernährungsplan von mir aufgestellt.
Beratungsgebühr: ½ Std. € 30

Meine Zukunft:
Und noch etwas mehr freue ich mich darüber, dass ich demnächst Vater werde. Wer mich kennt, weiß auch warum es für mich eine ganz besondere Bedeutung hat. Es wird eine große Herausforderung sein, mit dabei zu sein, wie unser Kind mit natürlicher Nahrung wächst und gedeiht. Nach der Abstillzeit möchten wir besonders darauf achten, dass die Ernährung unseres Kindes ausgewogen und natürlich, nicht denaturiert, ist. Wie das jedoch in der Praxis aussieht und sich im Umgang mit der Gesellschaft umsetzen lässt, wird sich zeigen. Jedoch unsere Vorsätze sind positiv!
Viel Sonnenschein wünscht Ihnen Ihr
Dirk Riske

Natürlich könnt Ihr ab nächste Woche die neuste WURZELZEITSCHRIFT, bei mir wieder erwerben oder bei www.die-wurzel.de für 7,90€






Kontakt:

Dirk Riske Verdiweg 24, 82538 Geretsried, email: durians-frohkost-oase@gmx.com Tel: 01755379142


Inhalt der neuen Wurzel Zeitschrift:

Inhalt

1. Die Rohkostfamilie - Interview mit Sergei Boutenko

Die Wurzel............................................................................................................. 6

2. Ayurvedisches Heilfasten

Michael Delias……...…........…………………………………………………………............... 17

3. Fei Lun – das fliegende Rad

das älteste Währungssystem der Welt............................................................... 27

4. Die Alchimie der Zahngesundheit

Michael Delias................................................................................................... 33

5. 17. Wurzelkongress – Nürnberg-Berlin

Anmeldeformular…………………………………....................................................... 39

6. Muskelaufbau mit Rohkost

Dirk Riske alias Durian...................................................................................... 52

7. Impressum………………………………………………………………………....... 59

8. Wurzel-Katalog

Bücher, Kassetten und Rohkostspezialitäten................................................... 60

9. Veranstaltungskalender…………………………………………......... 77

10. Sprechstunde………………………………………………………………....... 78

11. Anzeigen – Formular…………………………………....................... 81

Dienstag, April 15, 2008

Rohkost und Sport

Hallo liebe Leser,



heute möchte ich mal wieder einen kurzen Bericht schreiben über meine Erfahrung als Rohköstler.
Ich bin sehr glücklich FRohKöstler zu sein, meine Erfahrungswerte liegen da bei über 20 Jahren.

Insbesondere Sport und Rohkost ist eine ideale kombination. Ich bin immer wieder erstaunt wie schnell ich auf körperliche höchstleistungen komme.

Selbst wenn ich mal keine Zeit habe und daher ausetze mit dem Sport, bin ich doch immer wieder zu erstaunlichen höchstleistung fähig.

Gerade im Muskelaufbau, wo ich ein minimalistisches training betreibe, sind die erfolge zu sehen.

Dies zeigt mir deutlich, das eine ausgewogene Rohkosternährung mit einen hohen Chlorophyllanteil, genügend Kohlehydrate, ausreichend Eiweiß und optimale Fette von höchster Bedeutung sind.

Wenn ihr auch Erfolge haben wollt insbesondere in sportlichen Leistungen und natürlicher Gewichtszunahme (Muskelaufbau), so könnt ihr euch melden. Ich berate euch gerne weiterhin.

Die Preise erfahrt ihr auch im weißen Brett.

Hier nun mal noch ein paar aktuelle Bild dich ich mal so auf die schnelle gemacht habe.


Alles Liebe und viel Gesundheit

Dirk




Donnerstag, November 15, 2007

Modernes Kuhleben


Modernes Kuhleben


"Milch"-Kühe werden nur noch zur Milchproduktion gehalten. Reproduktion und Laktation sind daher auf das effizienteste durchrationalisiert. Denn jeder Tag, an dem eine Kuh keine Milch gibt, ist ein unnötiger Kuhtag, ein unnötiger Kostenfaktor, denn so ein Tier muss fressen, ca. 50 kg Futter täglich. Eigentlich ist sie keine Kuh mehr, welch altmodischer Begriff aus ferner Zeit, sondern eine Produktionseinheit. Das Leben dieser Produktionseinheit verläuft heute im Schnitt so:


Geben wir ihr, aus alter Sentimentalität einmal einen Namen, z.B. Helene.


Ihre Geschlechtsreife tritt im Alter von 7 - 8 Monaten ein. Helenes erste Besamung findet im Alter von etwa 15 Monaten statt, der Trend geht zu immer früheren Besamungen. Ausschlaggebend dafür ist ihr Lebendgewicht von etwa 400 kg. Anschließend ist Helene etwa neun Monate trächtig. Ungefähr mit 24 Monaten kalbt sie das erste Mal. Das Kälbchen - Anni wird ihr sofort genommen; es darf nicht einmal an ihrem Euter saugen. Die erste Kolostralmilch1 erhält es aus dem Nuckeleimer. Anni wird zukünftig über sog. Milchaustauscher ernährt. Würde sie nämlich die Milch der eigenen Mutter aus ihrem Euter sauen, würde sie möglicherweise krank, bekäme Durchfälle und Infektionen. Denn ihre Verdauungsorgane sind auf den hohen angezüchteten Milchfettgehalt ihrer Muttermilch nicht eingerichtet. Deshalb kann sie nur mit einer entfetteten Milch ernährt werden. Und wenn sie am Euter saugte, müsste man Angst haben, dass Mutter und Tochter sich Infektionen zuzögen, und Helene würde für die von ihr erwartete Milchleistung zu wenig Futter fressen. Zudem bräuchte sie länger bis sie wieder brünstig würde, was ihre Anschlussbesamung verzögern würde. Solch kostenträchtige Risiken werden von vornherein ausgeschaltet, indem Anni unnatürlicherweise nicht ihre Muttermilch erhält. Aber auch die Molkerei bekommt von der Kolostralmilch nichts ab, denn die erste Milch, die Helene 5 Tage lang nach dem Kalben gibt, darf nicht an die Molkerei abgegeben werden, weil sie zum menschlichen Genuß (Hormone!) ungeeignet ist. Endlich, am 6. Tag nach dem Kalben darf Helenes Milch für den menschlichen Verzehr genutzt werden. So beginnt Helene nach etwa 24 Lebensmonaten ihre Milchproduktion für uns Menschen...


...Gegen Ende ihres nur kurzen 4- bis 5-jährigen Lebens brechen sie meistens schon häufig zusammen. Zum Schluss bewegen sie sich kaum noch, weil sie sich sonst alle Knochen brechen würden. Nachdem 17007 endlich von ihrem Leben erlöst und ihr Fleisch von den Knochen entfernt ist, sehen die Metzger im Schlachthof, was sie häufig sehen und woran sie sich schon lange gewöhnt haben, die Knochen einer Kuh, die zum Brechen porös sind.


hier weiter lesen: http://www.milchlos.de/milos_0600.htm

Donnerstag, Oktober 18, 2007

FRohKost Wanderwoche bei Dirk

Liebe Leserin und Leser !



Im September hatte ich das Vergnügen mit Dirk Riske eine Rohkost- Wanderwoche
wahrnehmen zu dürfen.

Es war eine herrliche Zeit.

Diese Woche enthielt Ernährungsberatung, Wanderungen, Säftetherapie, Fitness und Ganzheitliche Lebensberatung.

Das ganze fand in Bayern, in der wunderschönen Gegend wo Dirk wohnt, in der Nähe von Bad Tölz statt.

Wir machten uns auf zur Jachenau. Nachdem wir eine Stunde gewandert waren, bekamen wir schon die erste Belohnung.

Wir konnten die wunderschönen Bergflüsse, Wasserfälle und den Gumpen in all ihrer Schönheit bestaunen.
Unterwegs erklärte Dirk mir einige Wildkräuter, sodass ich mein Wissen über Wildkräuter berreichern konnte. Selbstverständlich haben wir diese auch gepflückt und verzehrt, entweder sofort oder abends als Salat.
Unterwegs gestaltete Dirk die Wanderungen mit Übungen aber niemals so, dass man als Anfänger überfordert wäre.



An einen anderen Tag erklommen wir einen fast 1600Meter hohen Berg (Hochalm). Es ging nur steil bergauf. Obwohl ich nicht schwindelfrei bin, hat mir der Ausblick in die Tiefe nichts ausgemacht. Wir wanderten durch steinige Felsen, durch Bergflüsse, Wiesen und offene Kuhweiden bis zum himmlischen Ziel.



Hier oben am Berggipfel angekommen konnten wir dann in die Tiefe schauen und bei klarer Sicht halb Bayern überblicken. Ein unbeschreibliches Gefühl, das man selbst erleben muss. Die Schönheit der Wälder und Städte im Tal, die einem wie Spielzeug entgegenstrahlen. Die erhabenen Greifvögel und andere Vögel, die noch weit über einem in den Horizont hinweg fliegen.
Auch diesen Weg begleitete Dirk mit viel Beratung und ich fragte mich wo er die ganze Luft her nahm. Es war immer viel Spaß und Freude dabei. Dirk habe ich als einen fröhlichen Mensch erleben dürfen, der sich auf jede Lebenssituation einstellen kann und durch seine langjährige Erfahrung stets mit guten und brauchbaren Ratschlägen zur seite steht.

An ruhigeren Abenden nutzte Dirk dann die Zeit um mir die Säfte näher zu bringen. Er zeigte mir wie man die Säfte selbst herstellt und erklärte welche Wirkung sie auf den menschlichen Körper haben. Nachdem ich die Säfte selbst für mehrere Wochen probierte, kann ich sagen, dass sie eine ganz besondere Wirkung haben. Zumindest hatte ich in der Zeit fast 3kg zugenommen und das tat mir gut weil ich auch sehr schlank bin.
Dirk erklärte auch die Wirkung von Algen und Gräser und deren Kombination zu den Säften. Dies zu erklären würde jetzt hier zuviel Raum einnehmen. Am besten sie nehmen mal an einer Wanderwoche oder Wochenende bei Dirk teil. Es lohnt sich!

Auch die nächsten tage waren voller Erlebnisse. Zunächst durfte ich mich an der Isar ausruhen wenn dirk zum Sonnenbaden einlud. Dann fuhren wir nach München um die Innenstadt zu beschnuppern. Den Fiktualien- Markt muss man selbst erleben um zu staunen, welch ein angebot hier an Tropenfrüchte erhältlich ist.



Man bekommt unter anderem Weizergrassäfte gepreßt und kann sie sofort und frisch zu sich nehmen. Auch der Genuss einer Trinkkokosnuss blieb mir nicht verborgen.

München ist so umfangreich, das es nur möglich war ein Bruchteil davon kennen zu lernen.
Wir hatten auch Asialäden besucht, wo man frische oder gefrorene Duriane bekommt. Dirk zeigte mir wie man sie öffnet und wie man das Fruchtfleisch aus der Schale herausholt.
Alles in allem, eine Neuheit für mich, mit der ich nun umgehen kann.

An einen anderen Tag blieb mir nicht verborgen die Zugspitze zu sehen und durch das Städtchen Mittenwald zu stöbern. Wieder hatten wir verschiedene Seen umwandert und aus der Ferne die ganze Pracht beobachten können.



Ein Wunder der Natur konnte ich mit Dirk erleben, als wir durch die Dolomiten fuhren. Rauf nach Botzen und anschließend durch die vielen kleinen Dörfer mit den gewaltigen Naturereignissen die einen vor Begeisterung übersprudeln lassen.

In Stunden, die wir nicht draußen verbrachten, erfuhr ich eine ganzheitliche Lebensberatung. Z.B. Wie ein Rohköstler, der sich in einer Familie allein auf Rohkost umstellt, damit umgehen kann. Es wurden viele Details bis ins Kleinste auseinandergearbeitet.
Und die Beratung war Einzigartig und Anwendungsfähig. Ich möchte allerdings auch nicht zu weit vorgreifen, sondern die Leser dazu ermutigen, socl eine Rohkostwoche mit Dirk nicht zu verpassen.



Zusammenfassend, habe ich ein wunderbares Stück Natur kennengelernt und einen wunderbaren Menschen. Ich konnte mir eine super gute Ernährungsberatung mit nach Hause nehmen und viele Dinge aus dem Wissen seiner umfassenden, menschlichen und brauchbaren Lebensberatung für mich anwenden.

Ich hoffe dieser Bericht ist vielleicht ein kleiner Anstoß um den Schritt zu einer solchen Rohkost- Wanderwoche zu wagen.

Vielen Dank lieber Dirk, für diese schöne und lehrreiche Zeit.

Liebe Grüße an Dich und euch alle da darußen. NEHMT ES WAHR.

Beate

Mittwoch, September 26, 2007

Ist Tierisches Eiweiß besser als planzliches?

Ist tierisches Eiweiss besser als pflanzliches?

Die angebliche Höherwertigkeit von tierischem Eiweiss wurde aus den Tierversuchen von Osborne und Mendel von 1914 abgeleitet. Bei diesen Versuchen wurden Ratten mit unterschiedlichen Eiweissarten gefüttert. Die Fütterung mit tierischem Eiweiss führte zu größerem Körpergewicht als bei pflanzlicher Kost. Daraus wurde einfach geschlossen, daß tierisches Eiweiss wertvoller sein müsse, ohne, daß man jedoch den tatsächlichen Gesundheitszustand der Tiere untersuchte.
1943 wies dann Prof. McCay von der Berkeley Universität in Kalifornien nach, daß Ratten mit pflanzlichem Eiweiss wesentlich gesünder sind und etwa doppelt solange leben, wie bei einer Ernährung mit tierischem Eiweiss. Außerdem stellten sich bei Fütterung mit tierischem Protein vermehrt Fehlbildungen, Totgeburten und Verhaltensstörungen bis hin zum Kannibalismus ein. Die Beobachtungen von Osborne und Mendel können also keineswegs auf die gesundheitliche Wertigkeit von Eiweiss übertragen werden.
Alle pflanzlichen Eiweisse enthalten alle acht essentiellen und vier semi-essentiellen Aminosäuren. Die Verwertbarkeit der Aminosäuren hängt im Wesentlichen von der Naturbelassenheit der Nahrung ab, sie sinkt laut Dr. Olsen und Prof. Kollath durch Erhitzung um 40 - 60%. Pflanzliche Rohkost liefert somit Eiweiss von bester Qualität.

Dienstag, September 25, 2007

Krankmachende Tierproteinreiche Kost

Fleisch enthält große Mengen an der Arachidonsäure. Diese Fettsäure wirkt bei größerer Menge entzündungsfördernd und kann zu rheumatischen Erkrankungen führen. Am meisten Arachidonsäure enthält Schweineschmalz (1700mg), Schweineleber (870mg), Kalbsleber (352mg), Eigelb (297mg) und Speck (250mg). Fleisch enthält ebenfalls viele Hydroxylradikale, was insbesondere mit den bei der Verdauung und schon während der Lagerung beginnenden hämolytischen Zersetzungsprozessen des Blutfarbstoffes zusammenhängt. Diese Radikale greifen Zell- und Gewebesubstanzen an und werden mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht. Auch enthält Fleisch große Mengen an Purine. Beim Abbau dieser Purine entsteht Harnsäure. Wird zuviel Purine durch die Nahrung zugeführt oder kann die Harnsäure nicht in ausreichender Menge im Harn ausgeschieden werden, ist ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut die Folge, der in Gelenken zu Ablagerungen von Harnsäurekristallen führt (=> Gicht). Als Folge der Gicht kann es auch zu Störungen der Nierenfunktion sowie Nierensteinen kommen.
Beim Braten, Grillen und Räuchern entstehen noch weitere potentielle gesundheitsschädliche Substanzen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, heterozyklische Amine und N- Nitroso-Verbindungen, die für das auftreten von verschiedenen Krebsarten und Schädigung des Herzmuskel verantwortlich gemacht werden2, 3, 4. Heterozyklische Amine sind ein Risikofaktor für mehrere Tumorarten, insbesondere für das Colon-Karzinom. In der Fachliteratur werden aber auch das Magen-, Ösophagus-, Prostata-, Pankreas-, Nieren- und Mamma-Karzinom mit heterozyklischen Aminen in Zusammenhang gebracht 5. Fleisch und Eier ragen sodann unter allen Nahrungsmitteln durch ihren Tryptophan-Reichtum hervor. Udenfried et al. stellten fest, daß überschüssiges Tryptophan von Krebszellen gierig aufgenommen und zur Erzeugung von Serotonin verwendet wird, das im Organismus schwere Störungen verursache. Krebszellen finden sich aber bekanntlich lange vor dem Auftreten manifesten Krebses im Blut. Kerr et al. zeigten ferner, dass Tabakrauch den Tryptophanstoffwechsel blockiert und das Blut infolgedessen mit krebserzeugenden Orthoaminophenolen anreichert. Stare betont die Bedeutung des Pyridoxins (Vitamin für die Umwandlung von Tryptophan in Nikotinsäure (B-Vitamin) und die Stoffwechselregulation besonders im Gewebe von Leber, Haut und Nerven. Pyridoxin- und Magnesiummangel brachten experimentell bei fast 1000,’» der Versuchstiere Kalzium-Oxalat-Nieren- und Blasensteine hervor, was mit guter Pyridoxin- und Magnesiumversorgung verhindert werden konnte. Pyridoxinmangel wirkt sich nach Halden umso nachhaltiger aus, je größer die Gesamteiweißzufuhr ist 6.

Spannend ist auch zu beobachten, wie der menschliche Organismus auf die Zufuhr von Fleisch reagiert. Vergleicht man das Blut eines Fleischessers und Vegetariers im Dunkelfeld- Mikroskop, so zeigt das Blut beim Vegetarier klare Zellstrukturen, gute Fliesseigenschaften sowie eine bessere Sauerstoff-Aufnahme. Anders hingegen beim Fleischesser. Da zeigt das Blut gereiztes Immunsystem, schlechte Fliesseigenschaften, verminderte Sauerstoff-Aufnahme sowie „Geldrollen-Bildung“. Eine der aufschlussreichsten Gegebenheiten (Dr. Edward Bach hat sie als erster beobachtet) ist vielleicht die, dass im Bakterienleben des menschlichen Darmes wesentliche Veränderungen auftreten, sobald man Fleisch in seinen Speisezettel aufnimmt. Dr. Beddow Bayly erklärte dazu in einem Vortrag über „Die wissenschaftliche Grundlage des Vegetarismus”: „Im neugeborenen Kind ist der Inhalt des unteren Darmabschnitts in seiner Reaktion sauer. Das fördert das Wachstum von Bakterien, die die Entwicklung von fäulniserregenden Organismen hemmen. Letztere gedeihen nur in einem alkalischen Medium. Die Azidität steigt bei Stärkeverdauung . . . Der Übergang zu Fleischnahrung ändert diese Reaktion und bereitet dem Wachstum von Mikroorganismen den Weg, die nicht nur Giftstoffe erzeugen und damit die Gesundheit untergraben, sondern sich auch an die Stelle von Vitamin B12 (sic!) und anderen Blutbildenden Stoffen zu setzen trachten.”
Nach einem Fleischgenuss wird folgendes beobachtet:
• eine Müdigkeit beobachtet, die bei fleischloser Kost fehlt.
• eine Temperaturerhöhung des Blutes beobachtet, die bei vegetarischer Kost fehlt.
• eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Leukozythose), die beim vegetarischen Kontroll-Falle fehlt.
• eine Erhöhung der Klebrigkeits- (Viskositäts-)Grad des Blutes, was bei ausreichender rein vegetarischer Kost nicht der Fall ist.
• eine Verminderung des Alkalität des Blutes, während sie bei der vegetarischen Kontroll-Mahlzeit sich nicht vermindert.

Sehr interessant ist es nun, festzustellen, dass wir hier, in diesen fünf Symptomen (Müdigkeit, Temperatur-Erhöhung, Leukozythose, Viskosität, Alkalitäts-Verminderung) fast genau und in allen wesentlichen Zügen die natürliche Abwehr-Reaktion des menschlichen Organismus wieder finden, die auf Einbruch einer feindlichen Macht (Infektion, Fremdkörper usw.) regelmäßig zu erfolgen pflegt. Diese Beobachtungen wurden von Prof. Dr. Staehlin festgestellt.
Ein weitere Tatsache, dass Fleisch nicht gesund ist, ja unser Immunsystem schwächt, kam von der Arbeitsgruppe um Ajit Varki von der der „University of California in San Diego“. Fleisch, Milch und Milchprodukte enthalten eine Substanz, die dem Körper fremd ist. Gleichwohl baut der Organismus diese Substanz, ein chemische Abkömmlinge des Zuckers,
die N-Glykolylneuraminsäure (Neu5Gc), in seine eigenen Organe ein. Zwar scheidet der Körper den größten Teil des Neu5Gc wieder aus, aber einen kleinen Prozentsatz bauen die Zellen in ihre körpereigenen Glyko- und Lipoproteine ein. Dennoch erkennt das Immunsystem die fremde Sialinsäure und bildet Antikörper dagegen.

Tierische Proteine wurden und werden heute noch als hochwertig und überlegen gegenüber den pflanzlichen Proteinen angesehen. Früher nahm man sogar an, dass tierische Proteine lebensnotwendig seien. Diese Ansicht muss man bei näherer Untersuchung korrigieren. Das Protein von Fleisch ist zwar hochwertiger (ausnahme Kartoffel- und Sojaprotein) doch das heißt nicht, dass tierisches Protein besser ist. Denn tierische Proteine haben Nachteile, die pflanzliche Proteine nicht haben. Zum einen haben pflanzliche Proteine mehr verzweigtketige Aminosäuren als tierische Proteine, und diese sind leichter zu verdauen. Tierische Proteine dagegen sind reich an den schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin und haben einen größeren Anteil an den aromatischen Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin. Übermäßiger Zufuhr dieser beiden Gruppen von Aminosäuren ist durch ihren Abbau zu Kresol und Phenol, die Haut und Kolonkrebs fördern, mit verschiedenen degenerativen Erkrankuingen in Verbindung gebracht worden 7.

Bei der Bewertung eines Protein ist das Verhältnis der verschiedenen Aminosäuren zueinander ebenso bedeutsam wie das Vorhandensein essentieller Aminosäuren. Pflanzenproteine erzeugen höhere Blutspiegel an Arginin und Glycin als Proteine tierischer Herkunft und verhindern dadurch das Verstopfen von Arterien und Arteriosklerose 8.
Tierische Proteine weisen, wie beschrieben, mit Ausnahme des Arginin gewöhnlich höhere Anteile essentieller Aminosäuren auf. Es ist wahrscheinlich so, dass das Verhältnis von Lycin zu Arginin bedeutungsvoll sei für die Beurteil, ob ein Protein Atherosklerose induzieren kann. Studien zeigten, dass Kaninchen Atherosklerose entwickeln und erhöhte Cholesterinspiegel haben, wenn man ihnen tierische Proteine verfüttert. Dies gilt auch dann, wenn ihre Nahrung cholesterinfrei ist. Gibt man ihnen pflanzliche Proteine, wie z. B. Soja, werden diese Effekte nicht beobachtet. Fernerhin wurde gezeigt, dass Proteine pflanzlicher Herkunft das Ausmaß der Sklerosierung sogar bei jenen Tieren senkten, die Cholesterin verfüttert bekamen.

Jüngste Studien haben schlüssig nachgewiesen, dass tierische Proteine den Cholesterinspiegel erhöhen, während pflanzliche Proteine dazu beitragen, den Cholesterinspiegel bei Tieren und Menschen zu senken 9. Offensichtlich spielt das Verhältnis von Lysin zu Arginin eine signifikante Rolle bei dem Vorgang der Cholesterinsenkung. Die Konzentration verschiedener anderer Aminosäuren sind ebenso daran beteiligt.

Proteinreiche Pflanzennahrung enthält zudem weitere Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, die die Verdauung und Aufnahme dieser Nahrungsmittel steigern. Der moderne Trend zur Veredelung pflanzlicher Proteinquellen mit dem Ziel, Proteinkonzentrate als Ersatz für tierische Produkte zu erhalten, entfernt alle diese zusätzlichen Bestandteile.
Tierproteinreiche Kostformen enthalten normalerweise wenig Kohlenhydrate insbesondere wenig Ballaststoffe. Unter typisch westlichen Ernährungsgewohnheiten erreichen vom nur teilweise verdauten Protein bis zu 12 g das Kolon in Form von Proteinen, Peptiden und Aminosäuren 10.
Bei niedrigen Kohlenhydratspiegel verwenden die Bakterien im Kolon diese Proteinreste für ihre eigenen metabolischen Belange und setzen bei diesem Vorgang Ammoniak frei, welches seinerseits die Zellproliferation erhöht, die DNS-Synthese beeinflusst und mit Kolonkrebs (=Darmkrebs) in Verbindung gebracht wird. Weiterhin werden die Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin durch die Darmkakterien Bacteroides fragiles und Escherichia coli metabolisiert. Dabei fällt Phenol an, das, wie wir gesehen haben, für Haut- und Kolonkrebs verantwortlich gemacht wird. Die Phenolspiegel im Urin steigen unter Fleischgenuss, und sinken ab, wenn mehr Ballaststoffe anwesend sind 11.
Weiterer Nachteil von tierischem Protein ist die hohe Konzentration und der Bestandteil die tierische Nahrungsmittel haben. d.h. tierische Nahrungsmittel haben oft einen hohen Anteil an Proteinmengen, was auf den ersten Blick als günstig erscheint. Denn hohe Konzentrationen von Aminosäuren im Darm führen zur Bildung neuer Aminosäurerezeptoren im Darmepithel und steigern damit die Absorption von Aminosäuren 12. Nur ein Bruchteil dieser Aminosäuren wird zur Deckung des Proteinbedarf unseres Körpers verwendet. Der Überschuss muss in eine Form umgewandelt werden, die der Körper entweder speichern oder als Energiequelle nutzen kann. Überschüssige Proteine können nicht als solche gespeichert werden, weil der Organismus nur darauf eingerichtet ist, Fett im Fettgewebe oder Kohlenhydrate in Form von Glykogen in der Leber oder in den Muskeln zu speichern. Um diesen Anforderungen nachzukommen, müssen die Aminosäuren metabolisiert werden. Bei diesem Vorgang fällt Phenol an. Die Aminogruppe wird abgespalten und bildet Ammoniak, das für den Körper äußerst giftig ist. Ammoniak wird dann in der weniger toxischen Verbindung Harnstoff, der über die Nieren ausgeschieden wird. Diese überflüssigen Stoffwechselprodukte der Aminosäuren sind schädlich. Es wäre deshalb gut, ihre Produktion dadurch zu begrenzen, dass man an erster Stelle die Proteinzufuhr vermindert und den Kohlenhydratverbrauch steigert.

Eine deutliche Korrelation besteht zwischen dem Verzehr tierischer Proteine und der Bildung von Nierensteinen. Was besonders in den Wohlstandsgesellschaften zu finden ist.
Das beste Beispiel dafür ist Indien. In den nördlichen Region Indiens ist der Verbrauch an tierischem Protein 100% höher als im südlichen Indien, und folgerichtig ist dort das Auftreten von Nierensteinen mehr als viermal so hoch 13.

Eine tierproteinreiche Kost führt zur Bildung von Kalziumoxalatkristallen, weil sich die Urinzusammensetzung so verändert, dass die Fähigkeit, der Kristallbildung vorzubeugen, beeinträchtigt wird 14.

Die Kalzium- und Harnsäurespiegel im Urin steigen nach dem Verzehr von tierischen Proteinen an, während der Zitratspiegel sinkt. Dieses Absinken des Zitratspiegel vermindert die Fähigkeit des Urins, Kristallisationen zu verhindern. Proteinreiche Kostformen und insbesondere tierische Proteine führen auch zu einem signifikanten kalziuretischen Effekt, d. h. zu einem Verlust von Kalzium mit dem Urin 15, 16, 17.

Tierischem Protein enthält höhere Natriumkonzentrationen und ehr schwefelhaltige Aminosäuren, die beide jeweils zu Kalziumverlust führen 18. Der Katabolismus der mit der Nahrung zugeführten schwefelhaltigen Aminosäuren erhöht die Säureexkretionsrate durch die Nieren, und diese Säurebelastung verhindert direkt die renale Reabsorption von Kalzium und hat einen Kalziumverlust zur Folge.

All diese Nachteile werden auch in den wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien ersichtlich, die in den letzten 20 Jahren zu diesem Thema durchgeführt wurden. Vor allem wird klar ersichtlich, dass Fleisch das Krebsrisiko zum Teil erheblich erhöht. Die Krebserkrankungsrate ist bei Vegetariern um 20 bis 50% niedriger als bei Fleisch essenden Menschen – unabhängig von Zigarettenkonsum, Körpergewicht und sozioökonomischen Verhältnissen19. Die Studie des „Ontario Cancer Institute“ ist zum Schluss gekommen, dass der gelegentliche Konsum von Fleisch das Risiko für Frauen an Brustkrebs zu erkranken, um 13% erhöht. Werden große Fleischmengen konsumiert, erhöht sich das Risiko sogar um 17%. Die Wissenschaftler werteten 45 Einzelstudien zu Fett in der Ernährung und Brustkrebs aus. Die Daten von 580.000 gesunden Frauen und 25.000 Patientinnen wurden unter Beachtung bekannter und möglicher Risikofaktoren analysiert 20. Die umfangreichste Forschungsstudie, die jemals in der Geschichte der Medizin durchgeführt wurde und von Dr. Takeshi Hirayama am geleitet wurde, zeigte, dass Frauen, die täglich Fleisch essen, ein viermal höheres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken, als Frauen, die wenig oder gar kein Fleisch essen 21.
Klar erwiesen ist, dass Fleisch das Risiko an Darmkrebs zu erkranken zum Teil beträchtlich erhöht. Das Darmkrebsrisiko liegt bei Frauen, die täglich rotes Fleisch essen, um 250% höher als bei Frauen, die seltener als einmal pro Monat Fleisch essen 22. Das Darmkrebsrisiko liegt bei Menschen, die einmal in der Woche rotes Fleisch essen, um 38% höher als bei Menschen, die auf rotes Fleisch ganz verzichten 23. Das Darmkrebsrisiko liegt bei Menschen, die einmal in der Woche Geflügel essen, um 55% höher als bei denjenigen, die gar kein Geflügel essen 24. Das Darmkrebsrisiko liegt bei Menschen, die viermal in der Woche Geflügel essen, um 200 bis 300% höher als bei denjenigen, die gar kein Geflügel zu sich nehmen 25.
In den Bemühen, die für die Krebsentstehung verantwortlichen Ernährungsfaktoren exakt zu isolieren, führten Dr. Berg und seine Kollegen am US- Krebsinstitut eine detaillierte Studie durch, bei der die Dickdarmkrebsraten genaustens auf ihren Zusammenhang mit nicht weniger als 119 verschiedenen Lebensmittel untersucht wurden. Die aus dieser Forschungsarbeit gewonnen Erkenntnisse veröffentlichte Dr. Berg im „Journal of the National Cancer Institute“. Bei keinem anderen Lebensmittel konnte auch nur annährend eine so eindeutige Verbindung zur Dickdarmkrebsentstehung festgestellt werden wie beim Fleisch. Dr. Berg schrieb: „Die von Rindfleisch, Schweinefleisch und Geflügel ausgehenden Gefahren stiegen proportional zu den davon konsumierten Mengen. Es hat den Anschein, als gäbe es eine exakte Beziehung zwischen Ursache und Wirkung.“ 26. Die Fleischverdauung bewirkt im Dickdarm die Bildung stark krebserregender Substanzen. Fleischesser müssen große Mengen an Gallensäure, insbesondere Desoxycholinsäure, produzieren, um das Fleisch verarbeiten zu können. Desoxycholinsäure wird von Chlostridienbakterien in unserem Darm in hochwirksame Karzinogene umgewandelt. Die zwangsläufig höhere Desoxycholinsäurekonzentration im Verdauungstrakt von Fleischessern ist eine der Gründe für ihre im Vergleich zu Vegetariern erheblich höhere Dickdarmkrebsrate. John Potter, einer der führenden amerikanischen Krebsepidemiologen, fasst den Sachstand so zusammen: “Trotz des klaren genetischen Einflusses spielt die Lebensweise eine entscheidende Rolle bei der Darmkrebsentstehung. Die bislang durchgeführten Studien zeigen, dass beim Dickdarmkrebs … ein hoher Gemüse- und Obstkonsum mit einem verminderten Risiko verbunden ist, das sich nicht allein durch den Ballaststoffgehalt erklären lässt. Des weiteren ist der Verzehr von Fleisch mit einem erhöhten Risiko verbunden, das sich wiederum nicht allein durch den Fettgehalt erklären lässt”. 27 Der amerikanische Wissenschaftler Dr. Walter Willet, der die umfassendste medizinische Studie über die Ursachen von Darmkrebs leitete, sagte nach Abschluss seiner Untersuchungen: „Wenn man sich die Daten betrachtet, ist der optimale Anteil an Fleisch in der Ernährung null.“ 28 Cristina Bosetti und ihre Mitarbeiter vom „Instituto di Richerche Farmamacologiche in Mailand“ untersuchten die Ernährungsgewohnheiten von 1.031 Frauen, die an einem epithelialen Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs)erkrankt waren. Sie verglichen den Speiseplan der Patientinnen mit dem von 2.411 gesunden Frauen. So erhöht Fleisch, Zucker und Brot das Risiko, an Eieristockkrebs zu erkranken. Gemüse, insbesondere Hülsenfrüchte wirken krebsvorbeugend 29. Doch nicht nur für Krebs scheint Fleisch Haupt- oder mitverantwortlich, sondern auch für andere der vielen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Nierensteine, Arteriosklerose, Osteoporose, Allergien, Diabetes, rheumatische Erkrankungen etc.
1992 wurde erstmals ein Zusammenhang zwischen erhöhten Eisenspeicherbeständen und einem 2,2fach erhöhtem Herzinfarktrisiko beschrieben. Dieser Befund konnte inzwischen durch andere Studien bestätigt werden 30, 31 .
Das Hämeisen aus rotem Fleisch wird zehnmal besser resorbiert als Eisen pflanzlichem Ursprungs. Zwischen dem Herzinfarktrisiko und der Aufnahme von Hämeisen besteht ein positiver Zusammenhang.
Überschüssiges Eisen ist ein Bildner freier Radikale und schädigt durch den oxidativen Stress das LDL. Die oxidative Schädigung des LDL ist wiederum das wichtigste pathogenetische Prinzip für die Bildung von Schaumzellen und atherosklerotischen Plaques.

So wurde erst im Januar eine 12 Jahre andauernde Studie in der Fachzeitschrift „American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlicht. In dieser, mit über 30´000 Teilnehmern umfangreiche Studie, wurde ein Zusammenhang zwischen der Eisenaufnahme über rotes Fleisch und der Häufigkeit des Auftretens von Diabetes des Typ- 2 festgestellt. Andere Risikofaktoren wie Übergewicht konnte ausgeschlossen werden wie auch den negativen Einfluss von Eisen pflanzlicher Herkunft 32. So gesehen scheint Fleisch nicht die beste Eisenquelle zu sein, wenn man diese Untersuchungen betrachtet. Auch ist erwiesen, dass Fleisch der Hauptverursacher von Gicht ist. Dr. Hyon K. Choi vom „Massachusetts General Hospital“ in Boston und seine Kollegen haben im “New England Journal of Medicine” (350, 2004, 1093) eine Studie veröffentlicht, bei der sich mehr als 47 000 Männer über 12 Jahre lang untersuchten. Während der Studie wurde bei 730 Männern erstmals eine Gicht-Erkrankung diagnostiziert. Nach Analyse der Daten ist dabei die Rate von Gicht-Erkrankungen bei dem Fünftel der Männer mit den höchsten Fleischkonsum (Fleisch oder Fleischprodukte im Mittel bei 2,5 Mahlzeiten pro Tag) 40 Prozent höher als bei dem Fünftel der Männer mit dem niedrigsten Konsum (Fleisch im Mittel bei 0,5 Mahlzeiten pro Tag).
Besonders gefährdet für eine Gicht-Erkrankung sind nach den Ergebnissen der Untersuchung Personen, die bei den Hauptmahlzeiten viel Rind-, Schweine- oder Lammfleisch zu sich nehmen.
Beim höchsten Verzehr an Fisch und Schalentieren (0,8 Mahlzeiten pro Tag) sei die Gicht-Rate 50 Prozent höher als in der Gruppe mit dem niedrigsten Verzehr (0,04 Mahlzeiten pro Tag) gewesen, so die Wissenschaftler. Keinen Zusammenhang habe es dagegen zwischen der Menge verzehrten purinreichen Gemüses und der Häufigkeit neu diagnostizierter Gicht-Erkrankungen gegeben 33.

Vergleicht man den gesundheitlichen Zustand von Vegetariern und Mischköstler, so weisen Vegetarier sehr oft einen besseren Gesundheitszustand aus, als Mischköstler. Dies ist angesichts der gesundheitlichen Risiken von Fleisch auch keine Überraschung. In der Studie der London „School of Hygiene and Tropical Medicine“, eine der bisher umfangreichsten Vegetarierstudien mit einer Dauer von über 12 Jahren und 11´000 Teilnehmern stellte man fest, dass Vegetarier ein häufigeres Idealgewicht, niedrigere Blutdruck-, Bluttfett- und Harnsäurewerte und eine bessere Nierenfunktion aufweisen. Die Sterberate war um 20 % und die Krebstodesrate sogar um 40 % niedriger als bei der fleischessenden Kontrollgruppe 34. Wissenschaftler der Loma- Linda Universität in Kalifornien führten eine der umfangreichsten Untersuchungen mit mehr als 24.000 Testpersonen durch. Die Erkenntnisse dieser Studie erschienen im „American Journal of Clinical Nutrition“. Die Herzinfarkttodesrate bei ovo- lakto Vegetariern lag bei nur einem Drittel der Herzinfarkttodesrate der Fleischessenden Bevölkerung. Die Herzinfarkttodesrate bei Veganern betrug nur gerade ein Zehntel von der von Fleischessern 35. Ein Grund dafür, dass das Risiko für Vegetarier und Veganer an Herzinfarkt zu sterben, deutlich geringer ist, die Salicylsäure. Davon haben Vegetarier bis zu zwölf mal mehr im Blut als Fleischesser. Nach Ansicht der Forscher tragen die höheren Salicylsäure-Werte der Vegetarier zur Verringerung der Herzerkrankungen bei. Die Substanz, die auch im Aspirin enthalten ist, wirkt entzündungshemmend und kann so Prozesse, die zu einer Verengung von Blutgefäßen führen, verhindern 36. Salicylate wirken über einen Mechanismus der Entzündungshemmung, indem sie die Transkription der Cyclooxygenase 2 (COX 2) verhindern, und über eine Hemmung des Prostaglandin F2alpha in der Darmschleimhaut, welche ab einer Konzentration von 0,1 µmol pro Liter auftritt. Das sind Werte, die bei den Vegetariern erreicht wurden. Ebenfalls nehmen Vegetarier in ihrer Kost in der Regel mehr Antioxidantien auf als Fleischesser. Ob die höhere Zufuhr vor arteriosklerosefördernden Oxidationen schützt, untersuchten vier Forscherinnen aus Slowenien an 19 Ovo-Lacto-Vegetariern. Die Testpersonen wiesen mehr antioxidative Substanzen wie die Vitamine A, C, E, Beta-Carotin und Glutathion im Blut auf als Nichtvegetarier. Der Anstieg war aber nur für Vitamin C signifikant. Ebenfalls signifikant erhöht war bei den Vegetariern die antioxidative Gesamtkapazität des Blutes und das Verhältnis von Vitamin E zu Cholesterin, das als Indikator für den Oxidationsschutz gilt. Gleichzeitig hatten die Vegetarier geringere Cholesterinwerte 37.
Betrachtet man diese Fakten, welche Aufzeigen, dass Fleisch für viele der heutigen in den Industrienationen weit verbreitete Krankheiten Haupt- oder Mitverantwortlich ist, oder in Verbindung steht, so kann Fleisch nicht als ein gesundes, wertvolles Nahrungsmittel angesehen werden, sondern als ein Genussmittel, dass so wenig wie möglich konsumiert werden sollte. Es werden noch viele Untersuchungen in Zukunft zu diesem Thema folgen, welche mit großer Wahrscheinlichkeit diese Aussaugen belegen.

Ich habe etwa 25 Seiten dieser Arbeit verschiedenen Organisationen per Post gesendet mit Artikeln von Dr. T. Colin Campbell, Prof. Dr. med. Dean Ornish, Dr. Caldwell B. Esselstyn und Dr. John McDougall zu diesem Thema. . Dieser Forscher sind nicht Dieter Bohlen, dessen Meinung niemand interessiert. All diese Wissenschaftler geören zu den bekanntesten in den USA, die Studien durchgeführt haben, Referenten von Kongressen sind und teilweise Kliniken leiten. Die DGE schrieb mir nach etwa einenhalb Monaten mit einem Dankeschön für den Brief, und der Erklärung, es gebe momentan keine wissenschaftliche Begründung, von Fleisch abzuraten. Ín etwa das gleiche bei anderen staatlich unterstützen Organisationen. Ganz anders sah es bein Organisationen wie UGB, FHI, JIH usw. aus, die weder vom Staat noch von irgendwelchen Industrien (wie z.B. CMA) unterstütz werden. Allgemein hat sich für mich die DGE schon lange Disqualifiziert. Der Höhepunkt war sicher Herr Pudel. Es ist noch nicht so lange her, da warnte die DGE vor einer Vollwertkost, mit der Begründung, es könne zu Mangelerscheiungen führen. (Kennen wir diese Begründung nicht von irgendwo her?)

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Quelle